Ein Job in der Luftfahrt mag attraktiv erscheinen, aber in der Praxis ist er ziemlich anstrengend. Man hat lange Arbeitstage, bekommt oft zu wenig Ruhe und arbeitet zu den unterschiedlichsten Zeiten. Aus diesem Grund kämpft das Kabinenpersonal in Spanien schon seit Langem für die Möglichkeit, früher aus dem Beruf auszuscheiden.
Derzeit ist dieses Privileg nur Piloten vorbehalten. Sie können früher in Rente gehen, da ihr Beruf offiziell als schwer eingestuft wird. Für Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter gilt diese Regelung noch nicht, was von vielen als ungerecht empfunden wird.
Daran könnte sich nun etwas ändern. Die Zeitung Cinco Días berichtet, dass die spanische Regierung prüft, ob auch das Kabinenpersonal Anspruch auf eine vorzeitige Pensionierung hat. Diese Untersuchung läuft bereits seit einiger Zeit, erreicht nun aber einen entscheidenden Punkt.
Gewerkschaften betonen schon seit längerem, dass das Kabinenpersonal die gleichen Rechte wie die Piloten verdient. Sie heben die körperliche und psychische Belastung des Berufs hervor, wie zum Beispiel den ständigen Jetlag und den unregelmäßigen Arbeitsrhythmus.
Die Behörden prüfen nun Statistiken und die Auswirkungen auf die Gesundheit, um festzustellen, ob die Arbeit tatsächlich schwer genug ist, um eine Sonderregelung zu rechtfertigen. Obwohl noch keine konkreten Entscheidungen getroffen wurden, besteht Hoffnung auf eine Veränderung in der Branche.
Für die Fluggesellschaften ist dies ein heikler Punkt, da eine vorzeitige Pensionierung zusätzliche Kosten mit sich bringt. Für die Arbeitnehmer selbst würde dies hingegen einen enormen Fortschritt bedeuten.
In der Branche wird daher mit großer Spannung darauf gewartet. Sollte die Regelung tatsächlich kommen, hätte dies große Auswirkungen auf das Leben von Tausenden von Menschen in der Luftfahrt.
Quelle: Agenturen




